News zum Weltnichtrauchertag!

Rauchen und Radon? Lediglich doppelte Belastung?

Weit gefehlt.

Von den Dingen, die Lungenkrebs verursachen können, liegt das Rauchen unangefochten auf Platz 1. Daran anschließend folgt auf Platz 2 schon die Radonbelastung in geschlossenen Räumen. Doch was passiert, wenn beides zusammen kommt?

Bei Nichtrauchern verdoppelt sich das absolute Risiko an Lungenkrebs zu erkranken pro 800 Bq/m³ Radonkonzentration in der Raumluft. Das würde bedeuten, dass bis zum 75. Lebensjahr vier zusätzliche Lungenkrebsfälle pro 1000 Personen entstehen würden. Ohnehin beginnt man als Raucher mit einem grundlegend erhöhten Risiko im Leben an Lungenkrebs zu erkranken. Würden sich also die Effekte durch die Radonbelastung und durch das Rauchen nicht gegenseitig beeinflussen, müsste man auch hier trotz des höheren Grundrisikos von durchschnittlich vier weiteren Fällen pro 1000 Personen pro 800 Bq/m³ ausgehen.

Die Ergebnisse zeigen jedoch folgendes: Auch bei Rauchern (eine Schachtel am Tag) verdoppelt sich sich das absolute Risiko. Durch das hohe Grundrisiko bedeutet das, dass im Falle des Rauchens, pro 800 Bq/m³ 100 zusätzliche Lungenkrebserkrankungen pro 1000 Personen der Radonbelastung zuzuschreiben sind.

Also: Radon messen und rauchfrei bleiben!

Quelle: Darby et al., Radon in homes and risk of lung cancer: collaborative analysis of individual data from 13 European case-control studies, BMJ 2005; 330:223